In den Iden des Septembers oder Et tu, Harald?

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 Ein starkes Stück! – Teil 2

Prinz Harald steht auf dem Flur des WDR, Monika Piel nähert sich ihm.

Monika:
Da bist du ja. Was für Beschwerden gibts,
Die ich heben muß zum Rundfunkrat?

Harald:
Ich küsse deine Hand, doch nicht als Schmeichler,
Und bitte, Monika, Dich um des Publikums,
Das meine Demission sogleich bewilligt werde.

Monika:
Wie? Harald!
Ich ließe wohl mich rühren, doch gleich ich euch;
Mich rührten Bitten nicht, bät ich, nur um zu rühren.
Doch muß ich standhaft sein, dies Hauses Stern,
Des unverrückten, ewig stete Art
Nicht ihresgleichen hat am Firmament.
Der Himmel prangt mit Funken ohne Zahl,
Und teuer sind sie all und jeder leuchtet,
Doch welcher nur behauptet seinen Stand.
So in der Branche auch; die voll von Deinen,
Und sie sind all empfindlich, emsig und gut;
Doch in der Menge weiß ich einen nur,
Der unbesiegbar diesen Platz bewahrt,
Vom Andrang unbewegt; daß ich so bin,
die leeren Kassen sind`s, das ich dir zeige,
Daß ich auf diesem Bande fest bestehe
Und drauf bestehn muß, das es bleibe.
So bleib denn nun, sag ich! Du kniest umsonst?

Andreas Bartl und Fred Kogel von hinten:
Dann, Hände, sprecht für uns!
Sie ziehen Monika einen Sack über den Kopf. Monika fällt ihnen in den Arm und wird von Harald gefesselt.

Monika:
Harald auch du? – So fall ich denn!
Sie fällt in Ohnmacht. Alle Mitarbeiter des WDR stehen verdutzt auf dem Flur.

Andreas:
Befreiung! Freiheit! Endlich, der Meister kehrt zurück.

Fred:
Folget mir, fort! Verkündigt! Ruft es durch die Flure!
Wir kehren zur Familie zurück.

Harald:
Seid nicht erschrocken, Personal und Rat!
Flieht nicht! Steht still! Der neue Kapitän Euch grüßt.
Bereit zum Streich nun seid und steht nicht stumm.
Alle ab.

Harald vor dem Rundfunkhaus zum Volk:

So folget mir und gebt Gehör mir. Freunde! –
Wer weiter mich will reden hören, geht mit mir!
Wer mir nicht folgen mag, der bleibe hier,
Erklären wollen wir, warum zu Staates Wohl
Sat1 verlangt der Öffentlichen Tod.
Seid ruhig bis zum Schluß!
Kölner! Mitbürger! Freunde! Hört mich meine Sache führen und seid still.
Des Haralds Liebe zum WDR war nicht gering. Wenn ihr dann fragt, warum Harald gegen Monika aufstand, ist dies meine Antwort: Nicht, weil ich Monika weniger liebte, sondern weil ich Euch mehr liebe, verließ ich sie. Tränen für meine Liebe, Freude für das Glück zum Ende der Zeit der leeren Kassen. Wer ist hier nicht froh, und wünschte nicht, ein freier Privater zu sein? Ist es jemand, er rede, oder schweige fürderhin. Wer ist hier, der Sat1 nicht lieben will? Ich halte inne, um Antwort zu hören.

Bürger erst zögerlich, dann auf einmal:
Lebe, Harald! Harald lebe hoch!

Harald:
Ihr guten Bürger, lasset nun mich gehn;
Bleibt mir gewogen hier beim WDR.
Ehrt Monika, ehret ihre Rede,
Verherrlicht ihren Ruhm.
Doch bitt ich Euch, geht fort von hier,
Denn ich allein, bin Euch versprochen.
Ab. Andreas Bartl und Fred Kogel werfen Sat.1 Bälle ins Volk.

The prince is back. god save the king,
The rise and fall of him.
A fatal fate takes its run,
This will be done.

Go on!

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