Und daß ihr nicht wieder lümmelt im Gras ohne Hoffnung!
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Als das Kind Kind war,
ging es mit hängenden Armen,
wollte der Bach sei ein Fluß,
der Fluß sei ein Strom,
und diese Pfütze das Meer.
Als das Kind Kind war,
wußte es nicht, daß es Kind war,
alles war ihm beseelt,
und alle Seelen waren eins.
(…)
Als das Kind Kind war,
warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum,
und sie zittert da heute noch.
Peter Handke (* 6. Dezember 1942 in Griffen, Kärnten)
aus Lied Vom Kindsein
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Husserl hat uns verdorben. Nicht die Phänomene, sondern die Konstruktion! Und nicht ich ernähre mich von der Substanz die Substanz ernährt sich von mir. Woher hast du das? Ich habe heute morgen Edgar Allan Poe gelesen.
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Nur ein Traum?
nach A Dream Within A Dream
von Edgar Allan Poe (19.01.1809 – 07.10.1849)
Nimm den Kuss! Die Stirn wird brennen.
Und, in dem Moment, da wir uns trennen,
Lass mich eines noch bekennen:
Es ist richtig, ohne Frage,
Träume füllten meine Tage.
Doch die Hoffnung ist verflogen
Zwischen Dunkelheit und Licht,
Ob nun Trugbild oder nicht,
War sie darum weniger verlogen?
Alles scheint, man glaubt es kaum,
Nur ein Traum in einem Traum.
Fest steh ich mitten im Gebrüll
der Brandung, die ans Ufer will.
Golden glänzt der feine Sand,
Korn für Korn in meiner Hand.
Wenig nur! Jedoch geschwind
Durch die Finger er mir rinnt.
Weinend klag ich wie ein Kind:
O Gott! Wie kann ich ihn fassen,
Nie aus dem Verschluss mehr lassen?
O Gott! Gibt es nicht eine Kraft,
Die Rettung aus den Wellen schafft?
So ist denn alles, was wir kaum
in Händen glaubten, doch nur Traum?
Neu übertragen von Stefan Bock
—
Max Klinger
Pinkelnder Tod (um 1880), Museum der bildenden Künste Leipzig
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Er hat die Hand in den Fluß der Träume gesteckt und sie trocken wieder herausgezogen.
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Zitate aus:
Peter Handke:
Ein Jahr aus der Nacht gesprochen
bei Jung und Jung, 2010
Über 500 Sätze zwischen Traum und Erwachen
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Es kann zur Schrift kommen, aber es kann auch zu nichts kommen“
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