Ostern

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Da ist nun unser Osterhase!
Er stellt das Schwänzchen in die Höh
und schnuppert hastig mit der Nase
und tantz sich einen Pah de döh!

Dann geht er wichtig in die Hecken
und tut, was sonst nur Hennen tun:
Er möchte sein Produkt verstecken,
um sich dann etwas auszuruhn.

Das gute Tier! Ein dicker Lümmel
nahm ihm die ganze Eierei
und trug beim Glockenbammelbimmel
sie zu der Liebsten nahebei.

Da sind sie nun. Bunt angemalen
sagt jedes Ei: “ Ein frohes Fest! ”
Doch unter ihren dünnen Schalen
liegt, was sich so nicht sagen lässt.

Iss du das Ei! Und lass dich küssen
zu Ostern und das ganze Jahr …
Iss nun das Ei! Und du wirst wissen,
was drinnen in den Eiern war!

Kurt Tucholsky

osterhase2.jpg

Des Osterhasen Leid

Im Frühling sprach der Has` zur Häsin:
Wir sind doch all` nach unsrem Wesen
verpflichtet einzig diesem einen Drang.
Da zog sie ihm die Ohren lang.

Er hoppelte geknickt von dannen
Und seine langen Ohren hangen.
Nie mehr wollt` er im Grase springen,
Von Ferne hört man Glocken klingen.

Da wurde ihm ganz warm im Herzen,
Er dachte an des Heilands Schmerzen.
Die Auferstehung kam ihm in den Sinn,
Froh hüpfte er zur nächsten Häsin hin.

HERE COMES THE SUN

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