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Venedig

Die junge Nacht liegt wie ein kühler Duft
auf dem Canal, und grauer nun und greiser
sind die Paläste und die Gondeln leiser,
als führte jede einen toten Kaiser
in seine Gruft.
Und viele fahren, aber eine schwenkt
jetzt scheu und ängstlich in die tiefsten Gassen,
weil tiefste Liebe oder tiefstes Hassen
ihr Steuer lenkt.
Vor einem Marmorhaus mit staubger Zier
drängt sie sich horchend an die Wappenpfähle.
Und lange ruhte keine Gondel hier.
Die Stufen warten. – Fern aus heller Kehle
am Canal grande singt ein Gondolier,
und suchend irrt sein Lied durch die Kanäle.
Der Fremde steht und trinkt den Klang voll Gier,
in lauter Lauschen löst sich seine Seele:
Vorrei morir…

Rainer Maria Rilke

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Das beste Bacaro in Venedig. Noch besser mit einem kühlen Aperol Spritz.

Demnächst:
La Biennale di Venezia
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außerdem:

Faust I und II in Hamburg

Kuttner, Kühnel und Ayn Rand am DT

Castorfs „Spieler“ an der Volksbühne

und mehr

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